LotusGrill Test – der rauchfreie Designer Holzkohlegrill

LotusGrill anthrazitgrau

LotusGrill anthrazitgrau

LotusGrill Holzkohlegrill Test. Ich staunte nicht schlecht, als Muttern kürzlich ein knallbuntes rundes Etwas auspackte, das aussah wie eine Salatschleuder oder eine Tischfriteuse. Sie präsentierte das Ding aber als „Grill“. Während sie dessen „geniale“ Funktionsweise erklärte, grübelte ich nach einer gesichtswahrenden Möglichkeit, das poppige Spielzeug wieder in den Schrank zu komplimentieren und den „ordentlichen Männergrill“ aus der Garage zu fahren. Da aber letztlich nur drei Steaks zu braten waren, siegte am Ende die Höflichkeit – und die Neugier: Was hat ein Ventilator in einem Grill zu suchen? Und wieso kommt dieses Ding mit nur einer faustgroßen Menge an Holzkohle aus? Mehr dann im folgenden LotusGrill Erfahrungsbericht.

Wie funktioniert der LotusGrill?

In der doppelwandigen „Schüssel“ des LotusGrill ist ein batteriebetriebener Ventilator eingebaut, der Frischluft durch Schlitze in der äußeren Wand ansaugt und von unten durch die innere Wand auf die glühende Holzkohle bläst. Durch diesen Blasebalg-Effekt ist der LotusGrill im Test nach nur fünf Minuten auf Betriebstemperatur. Auch während des Grillens wird die Holzkohle stetig angefeuert und hält für mindestens 30 Minuten eine konstante Temperatur – das Gebläse lässt sich nach Bedarf stufenlos regulieren. Die Vorbereitung auf das ganze Vergnügen ist beim ersten Mal ungewohnt, aber einfach: Zunächst Holzkohle in den dafür vorgesehenen Behälter füllen, Deckel drauf. Dann die Anzündschale in die Mitte des Grillbodens legen und einen Ring aus Brennpaste auftragen. Nun der Lotus-Effekt: Der Ventilator wird eingeschaltet (höchste Stufe) und macht sich durch ein leichtes Fauchen bemerkbar. Nun das Gel anzünden – aber ein Tipp aus eigener Erfahrung: Die Flamme brennt farblos, somit unsichtbar. Im Glauben, das Anzünden habe nicht funktioniert, machte ich den Handtest – ein wenig zu nah. Nach dem Anzünden platziert man den Holzkohlebehälter auf der Schale, legt den Grillrost auf und fixiert ihn mit Verriegelungshebeln. Nun ist alles bereit fürs Fleisch, das weitere läuft wie gewohnt, und das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend.

LotusGrill Video- so funktioniert der LotusGrill

 

LotusGrill Vorteile: Durch den speziellen Aufbau – die Holzkohle brennt in einem geschlossenen Behälter – kann kein Fett auf die Kohlen tropfen. Durch das stufenlos einstellbare Gebläse lässt sich die Temperatur im LotusGrill Test sehr gut kontrollieren und je nach Grillgut anpassen. Durch die doppelwandige Bauweise wird die Außenschale nie zu heiß.

LotusGrill Test – Ausstattung:

  • Gewicht: ca. 3,7 kg (XL-Version ca.6,5 kg)
  • Abmessungen:
    LotusGrill: Durchmesser oben ca. 350 mm, unten ca. 260 mm; Höhe ca. 234 mm,
    LotusGrill XL: Durchmesser oben ca. 435 mm, unten ca. 350 mm; Höhe ca. 257 mm
  • Durchmesser Grillrost: ca. 320 mm (XL-Version ca. 405 mm)
  • Material: Stahl, schlagfester Kunststoff
  • Grillrost, Innenschale, Holzkohlebehälter und Verriegelungsschnallen aus Edelstahl.
  • Ein batteriebetriebener Lüfter versorgt die Kohle mit Frischluft.
  • Stufenloser Regler mit integriertem Schalter dient als Wärmeregler
  • Grill ist nach 3-4 Minuten einsatzbereit
  • Das Gerät wird dank doppelwandiger Bauweise nicht heiß und kann jederzeit angefasst und bewegt werden
  • Lieferumfang: Betriebsbereiter Grill, Transporttragetasche, 4 x Mignon Batterien, Gebrauchsanweisung.
  • Erhältlich in den Farben: Limettengrün, Feuerrot, Maisgelb, Anthrazitgrau, Pflaumenlila, Mandarinenorange
  • Zukünftig wird es unter anderem limitierte Sondermodelle in speziellen Farben geben, jeweils auf 2.222 Stück weltweit begrenzt. Für 2014 ist ein Edelstahl-Modell mit speziellem Zubehör angedacht
  • Preis: 159 Euro
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LotusGrill Test – Erfahrungsbericht:

So groß die Zweifel vorher waren, so groß war nach dem LotusGrill Test der Respekt vor dem LotusGrill. Dieses Tischgerät könnte sich zum echten Renner entwickeln. Die pfiffige Ventilations-Idee, das stylische Design, die bunten Farben, die limitierten LotusGrill Special Editions – das könnte eine völlig neue Käuferschicht ansprechen. Der Grill ist äußerst schnell auf Betriebstemperatur. Zudem ist er sehr handlich und somit ideal für den Balkon, aber auch für den mobilen Einsatz geeignet. Die „Schüssel“ lässt sich einfach reinigen. Wer mehr als drei Personen versorgen möchte, sollte allerdings zur XL-Version des Grills greifen, denn in der kleinen Version ist die Grillfläche sehr überschaubar. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Sicherheit: Da die Holzkohle in einem geschlossenen Behälter brennt, kann selbst bei einem Unfall keine glühende Kohle umherfliegen. Insgesamt eine sehr runde Sache, diese „Schüssel“. Vielleicht nicht optimal für den Dauereinsatz in der Großfamilie, aber kaum schlagbar für den schnellen Einsatz im kleinen Kreis.


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Kommentare

  1. Manfred meint:

    Hi, sehr ausführlicher Test. Wie lange kann man mit einer Holzkohlefüllung grillen?

    • patrick meint:

      Die Menge der Kohle, die der Holzkohlegrill „fassen“ kann, reicht für etwa 1h Brenndauer. Man kann die Kohle auch nachfüllen. Dafür muss der Kohlebehälter geöffnet und der Rost abgehoben werden. Achtung: Da Rost sehr heiß wird benötigt man Topflappen für den Rost und z.B. Schraubenzieher zum Anheben des Kohledeckels. Viel Spaß weiterhin mit deinem Lotusgrill!

  2. Mich würde mal interessieren, wie denn das Grillgut schmeckt? Ist das tatsächlich geschmacklich so gut wie auf einem „herkömlichen“ Holzkohlegrill? Wir sind schon eine Weile an dem Thema dran konnten uns aber noch nicht wirklich entscheiden!
    Lieben Dank für eine Antwort!

    • Joschi meint:

      Ich habe auf einer Messe mir mal eine Vorführung angesehen und war, bis auf den Preis, recht angetan von der Technik und dem Geschmack des Grillgutes, welches andeutungsweise den Holzgeschmack hatte, jedoch nicht so intensiv wie bei direkter Befeuerung. Da auch bei der Vorführung darauf hingewiesen wird nur gute Buchenholzkohle zu verwenden zeigt auch, dass der Geschmack des Grillgutes beeinflusst wird. Größe der Standardausführung gerade noch ausreichend für bis 3 Personen, wenn nur Fleisch darauf gegrillt werden soll.
      Zwischenzeitlich gibt es billigere Alternativen, welche technisch nicht ganz mit dem Lotus mithalten können, vor Kauf vergleichen. Fazit: Gekauft habe ich ihn nicht (Preis schmerzte), aber wenn, dann nehme ich nur den Lotus als Zweitgrill.

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